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| Auf Wunsch sende ich Ihnen die vollständigen Artikel gerne zu: rabe@cordula-rabe.net | |||
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Ein anderes Spanien - Die nordafrikanische
Exklave Melilla
Nein, zu uns kommen keine Touristen, sagt Taxifahrer Samir. Nur im Sommer, da kommen ein paar Spanier von der Halbinsel nach Melilla rüber. Leute, die hier Verwandte haben. Die schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe, verbinden den Besuch mit dem Sommerurlaub. Das ist aber auch alles, sagt Samir. Eigentlich ein Fehler. Melilla und Ceuta sind die zwei spanischen Exklaven an der afrikanischen Nordküste. Beide fristen eine Art Aschenputtel-Dasein. Zu Unrecht: Melilla ist eine sehr attraktive Stadt - und zweifelsohne einen Kurztrip wert. Als Tor zu Afrika verbindet Melilla spanische und afrikanische Kultur, Lebensart und Gastronomie. |
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Nach der schwarzen Flut - Ölpest in Galicien
Ölpest Galicien, November 2002. Foto: Cordula Rabe Es ist apokalyptisch. Überall an den Küsten vermummte Menschen in ölverschmierten Overalls. Das Meer stinkt nach Tankstelle. "El chapapote", der teigige Teerschlamm, ist allgegenwärtig. Er hat das Leben der Galicier verändert, seit am 13. November [2002] der 26 Jahre alte Öltanker Prestige mit 77.000 Tonnen Schweröl an Bord vor der galicischen Küste havarierte, am 19. November zerbrach und auf 3.600 Meter Tiefe sank. Die Galicier sind frustriert, resigniert, wütend, fühlen sich im Stich gelassen. Wie es nach der "schwarzen Flut" weiter geht, weiß niemand. Der Umgang der Katastrophe ist nur vor der besonderen Situation des Landes zu verstehen. Die Region im Nordwesten der iberischen Halbinsel zählt zu den ärmsten Gebieten Spaniens. |
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Diesseits von Afrika - Europas einzige Wüste
In Spaniens Südosten liegt das Cabo de Gata. Europas einzige Wüste und für Andalusiens Tourismus ein neues Kap der guten Hoffnung. Richard Burton kämpfte hier als Marc Anton um Cleopatra und Ägypten, Peter O'Toole streifte als Lawrence von Arabien durch dieselben Dünen. Walt Disney wurde angeblich in dieser Wüste geboren. Trotzdem ist das Cabo de Gata, ein Naturschutzgebiet am südöstlichen Zipfel Spaniens, ein weitgehend unbekannter Landstrich. Vor allem Filmschaffende ließen sich bisher von der bizarren, aus Vulkanen entstandenen Einöde inspirieren. Den Touristen blieb die wüste Küste lange zu karg. [...] 3000 Sonnenstunden im Jahr und extreme Trockenheit machen diesen Teil der Provinz Almería zur einzigen Wüste Westeuropas. Wegen des Wassermangels blieb das Gebiet bisher von einer großflächigen Erschließung verschont. Dabei gibt es durchaus Oasen mit eleganten, hochstämmigen Palmen, in die Landschaft gewürfelte, schneeweiß getünchte, kubische Häuser. Die Schönheit des Cabo de Gata ist unaufdringlich, aber eindringlich für die, die sie erkennen. |
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| Der Weg der
Wege - Der spanische Jakobsweg
Santiago. Endlich Santiago. Nach 750 Kilometern von Roncesvalles bis Santiago de Compostela die letzten Schritte in die Kathedrale, hoch zum Apostel Jakob. Der Touristenrummel verwirrt. Vier Wochen war Santiago das Ziel. Der Weg Mittel zum Zweck. Auf dem Platz vor der Kathedrale wird das Ziel fragwürdig. Zurück bleiben die Erinnerungen an den Weg. [...] Was er vor allem ist: eine Reise durch die Zeit. Er hat seine eigene Zeit. Er zwingt zu Langsamkeit. Die Dimensionen von Zeit und Raum verschieben sich. Stunden werden zu Kilometern, Tage zu Wegstrecken. Die Wahrnehmung verändert sich von Schritt zu Schritt. Konzentriert sich mal auf kleine Begebenheiten am Wegesrand. Lässt sich beeindrucken von den großartigen Kathedralen von Pamplona, Burgos, León. Erfreut sich dann wieder an den kleinen Dingen, einer Kapelle, einem Wegkreuz, einem Gedenkstein. |
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Boulevard der Attraktionen - Touristenhochburg
Benidorm
Das Außergewöhnliche an Benidorm ist seine Gewöhnlichkeit. Die Fähigkeit ohne großen Aufwand ein Millionenpublikum zu unterhalten. Dabei wird von niemandem verlangt, Benidorm zu mögen oder gar zu lieben. Wer aber dem Vorurteil aufliegt, die Hochhausburg sei nur etwas für Billigtouristen und Rentner, verpasst einen der lebendigsten, tolerantesten und faszinierendsten Orte, den die Costa Blanca zu bieten hat. [...] Da ist etwa die Altstadt. Eingeklemmt zwischen den Hochhäusern der Neustadt ist sie doch der eigentliche Star - für Einheimische wie für Besucher. Wahrscheinlich kommen die wenigsten Benidorm-Neulinge auf die Idee, ausgerechnet dort traditionelle spanische Küche zu suchen. Zu Unrecht. Denn ganz in der Nähe des alten Rathauses, rund um die Plaza de la Constitución, liegt das kulinarische Epizentrum. |
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| Vom Nullpunkt
mitten ins Leben - Spaniens Hauptstadt Madrid
Verglichen mit anderen spanischen Städten ist Madrid jung. Im Jahr 1561 kaprizierte sich König Philipp II. auf das 30.000-Seelnkaff als Residenz. Die königlichen Berater müssen ihn für verrückt gehalten haben. Mitten im Zentrum Spaniens gelegen, kein Wasser, ein mörderisches Klima auf 600 Meter Höhe, kaum Verkehrswege. Philipp verlegte dennoch den Hofstaat von Toledo in die Wüste. [...] Die 1980er Jahre gehen als die "movida", die Bewegung, in Spaniens Geschichte ein. Es ist die Zeit der von der Diktatur entfesselten Lebensfreude, des Punk, Rock'n Roll und Drogen, der Anarchie und Phantasie. Epizentrum der Bewegung ist Madrid. Der junge, unbekannte Filmemacher Pedro Almodóvar aus der Provinz wird zur treibenden Kraft, zum Sprachrohr. |
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